Über mich
Julia Irsigler – Physiotherapeutin in Ottensheim bei Linz
Ich arbeite seit vielen Jahren als Physiotherapeutin mit
Erwachsenen, Babys und Kindern.
In meiner Arbeit verbinde ich physiotherapeutisches Fachwissen
mit einer achtsamen, ganzheitlichen Sicht auf den Menschen.
Bewegung begleitet mich seit meiner Kindheit – beim Tanzen, in der Natur, beim Gehen, Wandern oder Joggen. Schon früh wusste ich, dass ich mit Menschen und Bewegung arbeiten möchte. Die Physiotherapie wurde für mich zu einem Beruf, den ich bis heute mit großer Freude und Überzeugung ausübe.
Mein beruflicher Weg
Nach meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin (1995–1998)
arbeitete ich mehrere Jahre im Krankenhaus Wagner-Jauregg /
Neuromed Campus Linz mit den Schwerpunkten Neurologie,
Geriatrie und Wirbelsäulenbeschwerden.
Seit 2002 bin ich auch freiberuflich tätig, seit 2013 nur noch
selbstständig in meiner eigenen Praxis in Ottensheim bei Linz.
Meine therapeutische Haltung
Im Laufe meiner Tätigkeit wurde mir immer deutlicher, dass der
Körper oft mehr weiß, als uns bewusst ist.
Viele Empfindungen, Spannungen oder Symptome sind
Körpersignale mit einer eigenen, bedeutungsvollen
Sprache. Dieses verkörperte Wissen wahrzunehmen, zu
verstehen und therapeutisch zu nutzen, wurde zu einem zentralen
Bestandteil meiner Arbeit.
In der physiotherapeutischen Begleitung begegne ich Menschen mit Offenheit und Respekt. Mir ist wichtig, nicht nur einzelne Symptome zu behandeln, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen – mit seinem Körper, seinem Nervensystem und seinen individuellen Lebensumständen.
Arbeit mit dem Nervensystem
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich über Berührung immer
mit dem gesamten System eines Menschen in
Kontakt trete.
Der Körper speichert Erfahrungen, emotionale Reaktionen und
innere Bilder, die sich manchmal erst im Verlauf einer
Behandlung zeigen.
Diese Signale können Hinweise darauf sein, dass der Körper beginnt, Spannung loszulassen und wieder in Richtung Regulation und Ausgleich zu finden. Die bewusste Wahrnehmung solcher Prozesse eröffnet neue Wege zu besserer Stressregulation, zu mehr Selbstwahrnehmung und zu einem vertieften Verständnis der eigenen körperlichen Reaktionen.
Diese Sichtweise prägt meine physiotherapeutische Arbeit insbesondere bei chronischen Beschwerden, anhaltenden Spannungszuständen und stressbedingten Symptomen.
Erfahrung im Umgang mit ME/CFS
Durch persönliche Erfahrung als pflegende Angehörige habe ich einen tiefen Einblick in das Krankheitsbild ME/CFS gewonnen. Diese Erfahrung prägt mein Verständnis für die Komplexität der Erkrankung, für individuelle Belastungsgrenzen und für die Notwendigkeit eines achtsamen, nicht überfordernden Zugangs.
Ich bin Mitgründerin des Vereins UN:LOCKJU und engagiere mich in der Betroffeneninitiative Oberösterreich für ME/CFS. Dadurch bin ich mit vielen Facetten der Erkrankung vertraut – medizinisch, organisatorisch sowie im alltäglichen Leben von Betroffenen und Angehörigen.
Ein zentrales Verständnis ist für mich das Prinzip des Pacings und die Beachtung individueller Belastungsgrenzen als grundlegende Voraussetzung im Umgang mit ME/CFS. Meine Ausbildungen im Bereich der körper- und nervensystemorientierten Arbeit, insbesondere Somatic Experiencing®, vertiefen mein Wissen über Regulation, Belastbarkeit und den behutsamen Umgang mit dem Nervensystem.
Diese Erfahrungen fließen nicht als spezifisches Behandlungsangebot, sondern als Haltung, Aufmerksamkeit und Sensibilität in meine physiotherapeutische Arbeit ein.
Arbeit mit Babys und Kindern
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die
physiotherapeutische und craniosacrale Begleitung von
Babys und Kindern.
Frühe Herausforderungen zeigen sich häufig über Körpersignale,
Spannung, Bewegung oder Verhalten – lange bevor Worte zur
Verfügung stehen.
In meiner Arbeit unterstütze ich Babys und Kinder dabei, Regulation, Sicherheit und Orientierung zu finden und ihre Entwicklung in ihrem eigenen Tempo fortzusetzen. Die Behandlung erfolgt behutsam, altersgerecht und unter Einbeziehung der Eltern.
Meine Weiterbildung „Traumalösen für Babys und Kinder“ nach Sarito M. Fuhrmann Bailes (in Ausbildung) ergänzt diesen Schwerpunkt und vertieft mein Verständnis für frühe Stress- und Anpassungsprozesse.
Aus- und Weiterbildungen
Meine physiotherapeutische Grundausbildung
bildet das Fundament meiner Arbeit.
Darüber hinaus habe ich mein Wissen kontinuierlich erweitert,
um Menschen achtsam und differenziert begleiten zu können.
Nicht alle Ansätze wende ich als eigenständige Methoden an. Sie prägen jedoch meine Haltung, Wahrnehmung und therapeutische Entscheidungsfindung. Hier finden Sie nähere Informationen zu den Konzepten.
Abgrenzung & weiterführende Informationen
Im Rahmen meiner physiotherapeutischen Arbeit nutze ich
körper- und nervensystemorientierte Ansätze
begleitend und ressourcenorientiert.
Ich biete keine psychotherapeutische
Traumabehandlung an.
Wenn Sie sich vertiefend für meine körperorientierte, traumasensible Begleitung interessieren, finden Sie weitere Informationen auf meiner Website körperweise.at.
Abschluss
In meiner Arbeit ist mir ein sicherer, vertrauensvoller
Rahmen besonders wichtig.
Ich möchte Menschen dabei unterstützen, im eigenen Körper
wieder Sicherheit, Orientierung und innere Stabilität zu finden
– als Grundlage für Bewegung, Entwicklung und mehr
Wohlbefinden.
Hier finden Sie mehr über Konzepte und Fortbildungen, die meine Arbeit geprägt haben.
